Freitag, 24. Mai. 2013
Geschichte der Kastanienallee 65 / 66

Kastanienallee + Schönhauser Allee + Prenzlauer Berg + Berlin Mitte + Hotel Berlin  +

1826
Die Kastanienallee wird zwischen Verlorenem Weg (heute Schwedter Straße) und der Schönhauser Allee durch Wilhelm Griebenow (1784-1865) angelegt und nach den beidseitig gepflanzten Kastanienbäumen benannt.

1837 Am nördlichen Ende der Kastanienallee gibt es einen Halteplatz für Fuhrwerke mit Bierausschank, der Vorläufer des späteren Vergnügungsetablissements "Prater".
 
1856 Die Kastanienallee wird bis zur heutigen Fehrbelliner Straße verlängert.
 
1858 An der südlichen Grundstücksgrenze wird ein dreigeschossiges Seitengebäude errichtet, der älteste erhaltene Teil der heutigen Bebauung
 
1862 Die Stadtverordnetenversammlung genehmigt den Kauf der Fläche zur Durchlegung der Kastanienallee zum Weinbergsweg, 297,5 Quadrat-Ruthen, 4.500,00 Taler zzgl. 1.500 Taler für die Einfriedung entlang der Straße.
 
1863 Beschluss zur Regulierung und Pflasterung der Kastanienallee vom Weinbergsweg bis Schwedter Straße, für 6.500,00 Taler
 
1865 Die Stadtverordnetenversammlung genehmigt die Pflasterung der Bürgersteige in Verlängerung des Weinbergsweges.
 
1866 Umnummerierung der Grundstücke Kastanienallee (40)65 und (41)66 Plan In der Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es im südlichen Teil der Kastanienallee nur vereinzelt Häuser. Auf Karten aus dieser Zeit ist ein Gebäude auf dem späteren Hotelstandort zu erkennen, das Kurtzsche Haus. Es stand von der Straße zurückgesetzt, mitten auf einem großen Grundstück, das bis zum Verlorenen Weg (Schwedter Straße) reichte.
 
1865/66 Auf den Grundstücken werden zwei viergeschossige Wohngebäude direkt an der Kastanienallee errichtet. Laut Feuerversicherungsakten gehören ein "Brunnen mit eisernem Schwengel" und die Abwassergrube zur Grundstücksausstattung, solange, bis die Häuser an die öffentliche Trinkwasserversorgung und Kanalisation angeschlossen werden (ca. 1877).
 
1876 Zwischen Fehrbelliner Straße und Schönhauser Allee werden 14 Gaskandelaber aufgestellt.
 
1885 Erwerb des Bürgersteigterrains vor den Grundstücken 65+66 für 10,00/m², Übernahme der Bürgersteigregulierungskosten durch die Stadt
 
1886 bis 1887 Umpflasterung der Kastanienallee im Zusammenhang mit der Anlage der Pferdebahn
 
1889 bis 1890 Pflanzung von 200 Bäumen zwischen Zionskirchstraße und Schönhauser Allee Kosten: 15,00 M pro Baum
 
1896 Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war die Entwicklung der Kastanienallee abgeschlossen und es enstanden viele Geschäfte und Lokale. Während dieser Periode fuhren hoch moderne Pferdestraßenbahnen durch die Kastanienallee. Im Erdgeschoss der Nummern 65/66 befanden sich ein Materiallagerungsraum, ein Uhrenmacher, ein Zweiter-Hand-Verkauf und im Hinterhof war ein Versandhandel ansässig.
                                                                                                   
 
1913 17 Jahre später veränderte sich die Geschäftstruktur.Im Erdgeschoss enstand ein Möbelgeschäft, eines von vielen rund um den Zionskirchplatz, wie zum Beispiel "Höffner" in der Veteranenstraße. Die Kastanienallee und ihr Umfeld entwickelten sich zu einer lebhaften Wohngegend, die viel besucht war, nicht zuletzt aufgrund dessen, dass man sie mit der mittlerweile elektrischen Straßenbahn mit sechs verschiedenen Linien befahren konnte.  
   Das Gebäude mit dem Grundstück wurde von den Erben verkauft und von einer Stiftung erworben. Danach gab es ständig wechselnde Eigentümer.
Hofsituation Kastanienallee 65 bis 1989 mit Remisen und Garagen   Die Großeltern des gegenwärtigen Hausbesitzers kauften das Haus. Um diese Zeit wurden die ersten Renovierungen vorgenommen. Unter anderem wurden die ersten WC Anlagen vom Hof in die Häuser verlegt.                              
                                                                                                     
In der Kastanienallee gab es viele Spuren der Zerstörung infolge des zweiten Weltkrieges, doch mit viel Glück waren die Häuser 65/66 noch in einem guten Zustand. Direkt nach dem Krieg konfiszierte die rote Armee das Haus mit der Nummer 66 und benutzen es als Hauptquartier.
 
1946 Die Häuser in der Kastanienallee wurden rekonstruiert und die erste Straßenbahn fuhr wieder die Kastanienallee entlang.
 
1947 Die Hauptquartiere der roten Armee wurden geschlossen und beide Häuser wurden wieder als Wohnräume genutzt.
 
1965 Zwangsrekonstruktion in der DDR. Die Stuckfassade wurde abgeschlagen und mit Rauhputz erneuert.
 
 Kastanienallee 65 bis 1964                 Kastanienallee 65 vor dem Umbau zum Hotel           Kastanienallee 65 und 66 ab 2007     
 
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 Einzel Doppel
24.05. Fr.  ausgeb.    114 €
25.05. Sa.  ausgeb.    ausgeb.
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exklusive Frühstücksbuffet
Berlin Info
Zeit:  18:52
Wetter: 
Fr, 24.05.  15°C 
Sa, 25.05.  11°C 
So, 26.05.  12°C 
Entfernungen vom Hotel
Zentrum 1,9 km
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Bahnhof 2,9 km
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Universität 1,6 km
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